Mit dem Lightbus-System kommt Licht ins Dunkel – komplette Kabeltrassen werden durch einen einzigen Lichtwellenleiter ersetzt. Statt umfangreicher I/O-Anschalteinheiten ist im Steuerungsrechner nur eine intelligente Lightbus-Interfacekarte integriert; die dezentralen Lightbus-Komponenten sitzen direkt vor Ort. Der Installationsaufwand und die Kosten werden drastisch reduziert, Handhabung und Wartung vereinfacht, Störsicherheit und Leistungsfähigkeit erhöht.
Der Lightbus wurde bereits 1989 als Beckhoff-Systembus für schnelle Maschinensteuerungen eingeführt und hat viele Branchen erobert. Dazu gehören z. B. Produktionsmaschinen für Fenster,Holzbearbeitungsmaschinen, Pressen, Verpackungs- und Werkzeugmaschinen sowie Anwendungen in der Mess- oder Gebäudetechnik. mehr
Das Lightbus-System ist ein schnelles und sicheres serielles Feldbussystem, konzipiert für die Bedürfnisse der Automatisierungstechnik. Zur Übertragung wird preiswerte und einfach zu verarbeitende Standard-Lichtwellenleitertechnik eingesetzt. Störsicherheit gegen elektromagnetische Einflüsse, vollständige galvanische Trennung der angeschlossenen Module untereinander und hohe Übertragungsgeschwindigkeit, auch über große Entfernungen, sind die entscheidenden Vorteile des Lichtwellenleiters. In Verbindung mit einer optimierten, kompakten Telegrammstruktur erreicht der Lightbus eine sehr hohe Übertragungsrate von 2,5 MBit/s. Mit einer Lightbus-Interfacekarte können bis zu 255 dezentrale Module mit einem maximalen Abstand bis zu 300 m zwischen zwei Modulen betrieben werden.
Sicherheit muss sein – mit effizienten Test- und Diagnosefunktionen wird selbstständig die Funktion der einzelnen Lightbus-Komponenten und die Kommunikation im gesamten Lightbus-Ring zyklisch überwacht. Änderungen oder Erweiterungen der Anlagenkonfiguration sind über Konfigurationsprogramme im Lightbus-System einfach und sicher durchführbar. Beim Initialisieren werden alle Daten automatisch gesetzt; es müssen keine mühsamen Geräteeinstellungen an den dezentralen Modulen durchgeführt werden.
Das Lightbus-System ist offen und universell einsetzbar: Lightbus-Interfaces sind für weitverbreitete Bus- bzw. Rechnerarchitekturen sowie für weltweit eingesetzte Steuerungssysteme verfügbar.
Die Vielfalt der dezentralen Lightbus-Komponenten deckt die in der Automatisierungstechnik vorkommenden Anforderungen, von Wegmesssensoren, über universelle Busklemmen, bis zu Antriebsreglern, komplett ab.
Das Lightbus-System auf Basis von Standard-Lichtwellenleitern in Kunststofftechnik bietet einfachste Montage und sehr hohe Datenraten bei absoluter Störfestigkeit. Sein einfaches und effizientes Busprotokoll nach dem Master-/Slaveprinzip bietet sich für den Einsatz in der Automatisierungstechnik bestens an.
Mit einem einfachen Protokollrahmen werden Dienste für den Systembetrieb und die Datenübertragung abgewickelt. Intelligente Interfacekarten für alle Rechnerwelten bieten komfortable Kommunikationsdienste über logische Kanäle zu den Modulen. Das Protokoll wird schnell und verzögerungsfrei per Hardware realisiert.
Sein deterministisches, schnelles Zeitverhalten, die Verarbeitung von Interruptsignalen sowie der wahlfreie Zugriff auf einzelne Komponenten machen den Lightbus besonders für Steuerungs- und Regelungsaufgaben geeignet. Schnelle Kommunikationen, wie Lageregelungs- oder Prozessfunktionen, können gleichzeitig mit langsameren Kommunikationen, zum Beispiel für SPS-Funktionen, durchgeführt werden.
Ein Prozessabbild mit 1.280 Ein-/Ausgängen wird innerhalb 1 ms vollständig eingelesen und ausgegeben. Gleichzeitig können Prozesssignale mit 25-µs-Abtastrate beobachtet werden. Mit dieser Funktionalität ist ein einziger Feldbus für alle SPS-, Regler- und NC-Anforderungen geeignet.
Module: Die dezentralen Lightbuskomponenten (z. B. Interface- und Eingangs-/Ausgangsmodule) können direkt vor Ort angebracht werden.
